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Wenig sichtbare Ruinen der am höchsten liegenden mittelalterlichen Burg Mährens aus neunziger Jahren des 13. Jahrhunderts und gleichzeitig eines Verwaltungszentrums der Herrschaft von Rabstejn (später von Janovice), des nordwestlichen Teiles von Rymarov, stützen sich an drei Felsenknoten an der Spitze des mit einem wunderschönen gemischten Wald bewachsenen Hügels und gewähren eine hervorragende Aussicht in die umliegenden Täler sowie in die Ebene des nördlichen Mährensgebiets. Der Burgbegründer war wahrscheinlich der große Kolonisator Hrabise von Svabenice. Kurz nach der Entstehung bekam die Burg in die Hände Jindrich von Lipa oder sein Verbündeter gegen den König Jan Lucembursky. Im Jahre 1317 eroberte die Burg der Ölmützer Bischof Konrad und übergab sie dem König. Im Jahre 1405 besaß sie als Pfand Procek von Vildberk, der die Kriege zwischen den mährischen Markgrafen um die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts zu seiner Bereicherung nutzte. Rabstejn sowie die Stadtburg in Rymarov eroberte die Landesbereitschaft und Procek wurde gefangen. In den husitischen Kriegen verpfändete sie mit der Landesherrschaft Zikmund Lucembursky den katholischen Verbündeten, aber mit dem husitischen Sovinec erhielten sie höchstwahrscheinlich den bewaffneten Waffenstillstand. Während der Regierung von Jiri von Podebrady nahmen sich der Burgverwaltung seine ergebenen Kelchfreunde Tunklove von Brnicek an, und nach der Besetzung Mährens durch den ungarischen König Matyas Korvin führten sie zusammen mit den Sovinecern einen kleinen Krieg gegen seine Truppen und gegen Verräter aus der Reihe der mährischen Adeligen. Sie hielten mit seinem Widerstand auch nach dem Tod des rechtskräftigen tschechischen Königs nicht auf. Bei dem Zug der Ungarn an Nisko kam es zur Verwüstung eines Teiles der Herrschaft und zur kurzen Besetzung von Rabstejn. Nach der Entstehung der Festung in Janovice, eines neuen Verwaltungszentrums der Landesherrschaft, und später des Schlosses, fing die Burg im 16. Jahrhundert an zu verfallen und erst der dreißigjährige Krieg führte zu ihrer Erneuerung und zur Erweiterung der umfriedigten Fläche nach ihrer Eroberung durch die Schweden. Nach deren Rücktritt im Jahre 1650 wiederholte sich die Situation, aber noch das letzte Mal wurden die Schanzen in der Zeit der Gefährdung des Landes durch die Türken repariert, aber nach deren Niederschlag bei Wien verlor die Festung ihre Bedeutung und die Burg verwüstete schrittweise bis zu dem heutigen Zustand. In der letzten Zeit dienen die Felsen bei Rabstejn als ein Übungsterrain für die beginnenden Bergsteiger. Neben Rabstejn kann man ca. 2km von Rymarov entfernt Ruinen der Burg Stralek und über die Resovske Wasserfälle die Reste des Schlosses Pusty sehen.

Die Überreste der Burg, die strategisch günstig zwischen Rýmařov und Uničov lag, finden Sie ungefähr 3 km südwestlich von Rýmařov. Ihr Name ist zum ersten Mal im Jahre 1282 auf einer Abschrift des Siegels ihres wahrscheinlichen Gründers Beneš ze Štítiny („de Strálek“) zu finden. Das Prädikat „ze Strálku“, also „von Strálek“ verwendeten um das Jahr 1323 herum auch seine Nachfahren Zbyněk und Dobeš. Zu dieser Zeit begann die Bedeutung der Burg allmählich geringer zu werden.

Später kauften die Herren von Valečov die Burg, verkauften sie aber gleich im Jahre 1352 an den böhmischen König Karl IV. Und in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg zur unbewohnten Ruine. Zur Burgruine führt ein einfacher, rot markierter Wanderweg – aus Rýmařov führt er nach Süden, dann kommen Sie zur Wegkreuzung Pod Strálkem und von hier aus führt eine rot markierte, 300 m lange Abzweigung zur Ruine.

Ungewöhnlich anmutige Burg gründeten an einem Felsenriff zwischen den Jahren 1329-1332 die Herren von Huzova, bischöfliche Lehensleute, und seit den genannten Daten souveräne Herren von Sovinec. In husitischen Kriegen kämpften sie auf beiden Seiten, aber die Burgeigentümer, die husitischen Hauptleute, blieben ergeben auf der Kelchseite. Sie stellte eine dauerhafte Drohung für das mächtige katholische Ölmütz dar und wir würden sie in einer Reihe von bedeutenden Schlachten finden. Es sieht so aus, dass in Sovinec im Jahre 1428 Prokop Holy mit dem Anwärter der tschechischen Krone, dem polnischen Prinzen Zikmund Korybutovic handelte. Die Herren von Sovinec behielten die Treue dem König Jiri z Podebrad und seinem Nachfolger Vladislav Jagellonsky, und so verwüstete ihre Landesherrschaft im August 1474 ihr Rivale und Usurpator der Krone Matyas Korvin. Die letzten Erben starben in der männlichen Linie im Jahre 1543 aus. Die Herrschaft ergriff Krystof von Boskovice und erweiterte die Burg in einen bequemen Renaissancesitz. Der Nachfolger Vavrinec Eder von Stiavnice setzte in dem Werk fort, aber modernisierte auch den Wehrbau. Jan Kobylka von Kobyli, der Beschützer des Siegels von Matyas Habsbursky, Teilnehmer an dem tschechischen Ständeaufstand und der letzte tschechische Besitzer, verkaufte die Herrschaft im Jahre 1623 der Ordnung der deutschen Ritter, welche die gefährdete Festung mit modernen Bastionen und mit der vorgeschobenen kleinen Festung Lichtenstejnka verstärkte. Im Jahre 1626 eroberten trotzdem die Burg die Dänen, im Jahre1643 konnte die Burg der langen schwedischen Umlagerung nicht widerstehen und die Besatzung gab auf. Nach mehreren Verfalljahren restaurierten die Ritter die Burg bedeutend im 19. Jahrhundert für das Priesterseminar und später für eine berühmte Forstschule. Im Jahre 1938 liquidierten die Nazis die Ritterordnung und eine Reihe von den Brüdern geriet in die Konzentrationslager. Im Mai 1945 vernichtete bei den bis heute unklaren Umständen die Burg Sovinec ein Brand, der entweder von zurückkehrenden Wehrmachteinheiten oder eher von sowjetischen Truppen angelegt wurde. Eine bedeutende Restauration erfolgt seit den neunziger Jahren. Es wird Jahre dauern, bis die Burg ihr ursprüngliches Ansehen bekommt. Die Tore der zauberhaften Dominante des waldigen Tales öffnen sich für die Besucher von April bis September jedes Jahres.

Ursprünglich spät gotische Festung baute in Jahren 1520-30 der Pfandherr von Zerotin. Die königliche Herrschaft kaufte im Jahre 1583 in den erblichen Besitz der ausgebildete steierische Adelige Ferdinand Hoffmann von Grünbüchel, der Präsident der höfischen Kammer, ein Hofmann, persönlicher Freund des Königs Rudolf II. und der Cousin der letzten Rozemberks Vilem und Petr Voks. Angefangen mit dem Jahre 1586 fingen die Bauarbeiten an und die Festung veränderte sich in ein angenehmes Renaissanceschloss. Als Ferdinand den Prager Kaiserhof wegen des lutherischen Glaubens verließ, wurde für ihn Janovice zu einem Zufluchtsort. Ein ausgezeichneter Finanzmann und Kenner der Förderung baute an der Herrschaft Hütten nach dem steierischen Vorbild aus und gab somit den Impuls zur Modernisierung des ganzen Eisenhüttenwesens in unseren Ländern. In Jahren 1656-8 kam zu dem Schloss eine Kapelle in Form vom Rondel hinzu und im Jahre 1663, kurz vor dem Tod von Volfang Bedrich, baute das Schloss der Baumeister Alessandro Canneval im frühen Barockstil um. Nach dem Dietrichsteinzeitraum überging die Herrschaft im Jahre 1721 durch die Heirat der verwitweten Marie Arnostka von Gallas in den Besitz der Grafe Harrachs von Jilemnice und das Schloss wurde zum Nebensitz des tschechischen Hauses. Ferdinand Bonaventura führte in Jahren 1763-5 einen grundsätzlichen Umbau des Schlosses mit Hilfe des bedeutenden Baumeisters Gottfried Weisser im späten Barockstil durch. Sein Werk ist der südliche Teil und ein Teil des östlichen Flügels in der Form des geöffneten L. Es entstand ein wertvolles, ansehnliches und maßlos geräumiges Bauwerk. Im Jahre 1764 fing an die Schlossuhr zu schlagen und im Jahre 1766 wurde der Anbau der Bierbrauerei beendet. Das heutige Ansehen gewann das Schloss in Jahren 1827-50. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden innere Bauänderungen durchgeführt, die letzten äußeren Änderungen stammen aus dem Jahre 1901. Das Schloss wurde zum Dauersitz der Janovicer Linie der Harrachs während der Herrschaft von Karel Alfred in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Zweig starb im Jahre 1973 mit dem bedeutenden landwirtschaftlichen Kenner und Philanthropen Frantisek Arnost aus. Die letzte Besitzerin war seine Tochter Anna Marie, die Ehefrau des ungarischen Diplomaten Frantisek Zikmund Rosta – Forgache von Barkocz. Die schwersten Momente kamen nach dem Jahre 1945. Der Besitz wurde der durch die Nazis verfolgten Familie entzogen, ein Teil des Mobiliars wurde nach Ungarn ausgeführt, etwas wurde im Schloss Libechov untergebracht aber die meisten Sachen wurden vernichtet oder gestohlen. Eine bestimmte Verbesserung brachte der Beitritt vom Archiv des Ölmützer Kreises im Jahre 1949 und später kamen noch weitere Fonds dazu. Im Jahre 2002 wurde das Archiv in Opava und in Ölmütz deponiert. Das Schloss ist leer und trägt Spuren eines gefühllosen Umgangs, aber es ist trocken und nicht in einem nichtumkehrbaren Zustand. Trotz nicht unbedeutender Kosten ist seine Revitalisierung kein Problem.

Am Lößhügel unweit vom rechten Ufer des Podolsky Bachs entstand während der Vorkolonisierungszeit des bisherigen Ödlandes (die 1. Hälfte des 13. Jahrhunders) ein hölzernes Verwaltungszentrum der Premyslovecer, umgezäumt mit einem Wall und einem gewaltigen Graben. Zwischen den Jahren 1269-78, in der Zeit der deutschen Kolonisierung nach dem Kriegsuntergang der älteren Besiedlung entstand unter dem Schutz der kleinen Festung eine ungroße Stadt Rymarov, gestaltet durch einen Ringplatz und eine Rundstraße. In dem gleichen Zeitraum wurde der Sitz auf eine teilweise steinerne Stadtburg umgebaut. Zu ihrer bedeutenden Entwicklung kam es bei der erheblichen Erweiterung des Palais und bei weiteren inneren Bauänderungen während der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Nach dem Aufbau der Stadtmauer wurde es zum bedeutendsten strategischen Abwehrort der Stadt. Am Ende des 13. Jahrhunderts förderte man in der Burg südlich vom Palais von umliegenden Bergwerken mit sehr moderner Schmelzung an speziellen Platten das Gold. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der Gipfel des Hügels von Hradek deutlich erhöht und an dem gleichen Ort wurde wahrscheinlich unter dem Druck der Begebenheiten wieder eine hölzerne Festung aufgebaut, umgezäunt mit dem polnischen Zaun und mit der Palisadenwand. Seit dem Jahre 1398 angefangen mit den Bürgerkriegen verpfändeten die mährischen Markgrafe die Herrschaft in Rabstejn ihren Gläubigern. Der erste Verpfänder Procek von Vildberk missbräuchte die Situation, dies brachte ihm nach dem Friedensabschluss den Eingriff der Landesbereitschaft. Zusammen mit Rabstejn wurde mit der ganzen Stadt auch Hradek im August 1405 erobert und niedergebrannt. Es wurde nie wieder erneut. Nach dem Untergang der Burg siedelten sich in ihren Räumen erst Metzgereien und später Hersteller einer sehr originalen Renaissancekeramik an. In Jahren 1969-88 erfolgte hier eine systematische Forschung, und heute ist aus diesem Grund der Ort eine geschützte archäologische Lokalität. Ihre Fläche nutzt das Stadtmuseum als ein Bestandteil der geologischen Exposition Gesteine in Jeseniky und über den ursprünglichen Grundlagen befindet sich die Replik der Grundlagen des Burgpalais mit dem Heizofen vom Ende des 13. Jahrhunderts.

Das Privatmuseum Kapličkový vrch wurde im September 1994 von Ing. Ivan Hornišer und Igor Hornišer gegrünted. Es befindet sich in der barocken Dreifaltigkeitskapelle oberhalb der verfallenen mittelalterlichen Festung.

Der wichtigste Teil der Exposition besteht aus archäologischen Ausgrabungen an einer Lokalität namens Kapličkový vrch, aus Fundstücken aus einem Stollen im Berg Solný vrch und aus einem Fundort am rechten Ufer des baches Bělokamenný. Gemeinsam mit weiteren, neueren Exponaten zeigt diese Exposition die langfristige Besiedelung des Tales des Bělokamenný-Baches und den damit verbundenen Abbau von Eisenerz.

Das Museum wurde im Jahre 1901 vom örtlichen Unternehmer und Stadtvertreter Wilhelm Ludwig gegründet. In den jähren 1992 – 2001entstanden allmählich die einzelnen Expositionen. Heute besteht der Fonds aus Geschenken, Museumssammlungen und Einkäufen. Ausstellungsgegenstände, die von Anfang an Teil unserer Sammlungen sind, stellen heute eher eine Seltenheit dar – zu finden sind hier eher zurückgegebene oder zumindest geliehene Exponate.

Das Museum bietet in vier Expositionen einen Überblick über die historische Entwicklung der Region Rýmařov, die Geschichte des hiesigen Bergbaus und der Textilfertigung (erwähnenswert ist besonders eine einzigartige Brokatsammlung) und die Geologie des südlichen Teiles der Region Jeseníky. Dazu gehört auch eine externe, frei zugängliche geologische Exposition am Standort Hrádek. Teil des Museums ist auch die Galerie Octopus.

Der Kreuzweg  ist ein Ausdruck der Frömmigkeit, die aus der franziskanischen Tradition zieht. Es gibt hier eine viel tiefere und interessantere Geschichte. Das bekannte  Apokryph über den Tod von Maria  (wahrscheinlich aus dem 5. Jahrhundert) erzählt, wie die Jungfrau Maria bis zum Ende ihres Lebens auf  dem Jerusalemer Kreuzweg ging, und so die Grundlage für diese Form des Gebets gab. Die Wanderung der Christen in das Heilige Land verlief ohne Hindernisse bis zum Jahr 1073. Als die Türken damals  Palästina überfielen, begannen sie die Christen zu verfolgen und verboten ihnen die heiligen Stätten zu besuchen. Im Jahre 1342 erlaubten Türken die Ordensegel des hl. Francis zu halten und die Sakralbauten im Heiligen Land zu schützen. Die Christen aber aus verschiedenen Gründen  besuchen das Heilige Land, wie zuvor. Denn nicht jeder konnte sich damals  so eine Wallfahrt leisten, die Franziskaner wollten dies den armen Menschen und denjenigen, die sich nicht in das  Heiligen Land begeben konnten, mindestens  im Gedanken die Plätze im Zusammenhang mit dem Leiden Christi zu begehen. So haben sich schrittweise  14 Leidensstationen, die den Menschen Mut und innere Stärke um die Schwäche zu besiegen abgeformt, mit der sie auf ihrer Pilgerfahrt nicht ausweichen können  Der Kreuzweg wurde im Jahr 2015 restauriert, der Verdienst für die Wiederherstellung des Kreuzwegs gebührt dem Dorf Stará Ves bei Rýmařov und Herrn Přemek Mazel der die Kreuze fachmännisch restauriert hat.

Die Hangensteiner Kirche wurde 1812 gebaut und für den Hl. Wenzel geweiht. Das Altarbild, welches für die ursprüngliche Kirche entstand, malte 1749 Jan Kryštof Handke aus Janowitz bei Römerstadt. Während der Generalreparatur des Interieurs der Kirche in den 80. J. wurden die alten Bänke durch geschnitzte Möbel aus der ehemaligen Schlosskapelle in Janowitz ersetzt. In der Kirche liegt ein Grabmal von Sidonia Heidenreich aus 1572, der angeblichen Gründerin der früheren Kirche, welche nach dem Antritt des Luthertums in der Römerstädter Region als eine der wenigen Kirchen den Katholiken diente. Die Kirche des Hl. Wenzel in Hangenstein wurde zusammen mit dem Torso der Friedhofsmauer für Kulturdenkmal erklärt.

Die Kapelle der Hl. Anna in Neudorf wurde in den Jahren 1921-1922 anscheinend an Stelle der früheren Holzkapelle gebaut. Sie stellt eine einschiffige Architektur mit einer neugotischen einheitlichen Ausstattung, einem Holzaltar, dem Bild Das Unterricht der Maria, Bildern des Kreuzweges, eine Reihe von Bänken mit Podesten und Prozessionskreuzen dar. Über dem Eingang befindet sich eine Prieche mit einem Harmonium, das in New York hergestellt wurde. Im Turm befindet sich die Glocke der früheren kleinen Kirche, welche 1746 ein Olmützer Glockengießer ausfertigte.

Die hölzerne protestantische Kirche wurde in der Gemeinde offenbar in Mitte des 16. Jhs. gebaut. Nach der Pestepidemie wurden zweihundert Tote in die Kirche gelegt und auf Anraten der Herrschaften zusammen mit der Kirche verbrannt. Deshalb wurde die Ruine der gotischen Kirche, die aus der Zeit der ersten Ansiedlung stammte, renoviert. Mit Hilfe des Inhabers des Herrengutes Eulenburg Kobylka z Kobylího wurde die Kirche des Hl. Georg nach dem Renaissanceumbau im 1608 geöffnet. Die Steinplatte mit den Wappen deutet darauf. Beim Brand im 1854 wurde die Kirche stark beschädigt, die Reparaturen dauerten 10 J.. Die Glocken wurden im 1916 requiriert, die Gemeinde schaffte danach eine neue Glocke an. In der Kirche ist eine Rieger-Kloss-Orgel aus 1915 installiert.

Die Kapelle des Hl. František Xaverský in Kreutz hat eine Gestallt vom einschiffigen Bau mit abgesetztem quadratischem Presbyterium und einer Apsis. Am Schiff liegt eine vierseitige Sakristei, im hinteren Portal wächst aus dem Dachkamm eine Laterne mit Kugel, zweiarmigem Kreuz und Initialen eines Heiligen. Auf dem kleinen Turm über der Apsis ist eine achtseitige Kuppel mit einer Windfahne. Am Frontschild ist eine Uhr, die mit der gegenüberliegenden Uhr im Hinterschild verbunden ist. Die Kapelle wurde geweiht und einer privaten Person vermietet. Die Gemeinde ließ vor kurzem das Dach reparieren. Der Mieter verglaste die Fenster und strich die Kapelle mit weißer Farbe an. In der Kapelle soll eine Galerie entstehen.

In Girsig wurde die Kirche ursprünglich für den Hl. Georg geweiht und bis zum 1624 gehörte sie den Lutheranern. Das Gotteshaus übernahm später die kath. Kirche und 1655 gab sie ihr neuen Patronen den Hl. Michal. Dem gehört bis heute die Einweihung und das Hauptaltarbild. Die Kirche in Girsig war anscheinend die erste Eulenburger Kirche. In der Barockzeit wurde sie groß umgebaut, dieser Umbau gab ihr das jetzige Aussehen. Unberührt blieben nur der Renaissanceturm und die Wappenplatte des ehemaligen Inhabers der Eulenburg Jan Kobylka z Kobylí und seiner Frau Anna Ederovna mit der Zuwendung 1605. Sie ist an der rechten Seite des Eingangsportals eingemauert. Die Kirche wird nicht langfristig genutzt.

Die Steinkirche der Hl. Maria Magdalena in Bergstadt wurde in den J. 1611-1612 durch Ondřej Hofmann aus Grünbichl und Schreckenstein gebaut. Das Hauptaltarbild Die Umdrehung der Hl. Maria Magdalena am Tisch von Simon Farizea malte 1768 Jan Kryštof Handke. Das Besondere an der Kirche sind die zwei verzierten Choren übereinander. Auf dem ersten ist ein zeitgemäßes Bild des früheren Bergbaus. Zum Presbyterium der Kirche wurde 1741 die Kapelle der Hl. Anna zugebaut. An der Kirche lag bis 1842 ein Friedhof, aber die Beerdigungen wurden hier verboten, weil unter ihm ein Stollen des Bergstädter Erzreviers führte. Das Pfarrgebäude in Bergstadt wurde 1697 zugebaut und hat derzeit eine neue Fassade.

Die einschiffige Kirche des Hl. Jakob dem Älteren in Nieder Mohrau wird erstmals 1351 erwähnt. Die ursprüngliche mittelalterliche Kirche stand auf gleicher Stelle und wurde 1593 durch Meister Joachim umgebaut. Der zweite, klassizistische Umbau folgte 1795, da 1794 in das Kirchengebäude siebenmal ein Blitz einschlug und es beträchtlich beschädigte. Im Interieur ist besonders der illusive Wandaltar mit dem Bild des Hl. Jakob dem Älteren von Johann Franz Greipel aus der Zeit vor 1798 sehr bemerkenswert. Das angrenzende Friedhofsgelände trennt eine verputzte Mauer mit geschmiedetem Tor und einer Pforte, einer Leichenhalle und einem Steintreppenhaus.

Die Kirche des Hl. Georg ist ein einschiffiger Bau mit einer Sakristei auf der westlichen Seite. Sie wurde in den Jahren 1771-1773 an Stelle der Holzkirche aus 1532 gebaut. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden ein Chor und ein Vorzimmer gebaut und die kuppelförmige Einwölbung des Hauptschiffes wurde durch flache Decke ersetzt. In der Kirche können Sie das Altarbild von Jan Amler aus Sternberg und die spätgotische Orgel aus Anfang des 19. Jahrhunderts ansehen. An der Kirche liegt ein Friedhof umgeben von einer Einfriedungsmauer mit einem gemauerten Eingangstor.

Die Kirche des Hl. Geistes wurde 1911 geweiht. Sie ist im einfachen neugotischen Stil gebaut worden. Nach dem Krieg wurde die Kirche durch die Gläubigen der Tschechoslowakischen Kirche genutzt. Die Kirche wurde in den Jahren 2007-2008 restauriert und es finden hier altkatholische Gottesdienste statt.

Die erste Jahreszahl, die mit der Pfarrkirche Hl. Drei Könige verbunden ist, ist das Jahr 1576. Die Kirche diente ursprünglich den gläubigen Lutheranen. Sie hat keinen einheitlichen Stil, man findet hier Renaissance-, Barock- und Neugotikelemente. Das dominante Glied dieser einschiffigen Kirche ist der monumentale vierseitige Turm, der mit einer Borockkuppel beendet wurde, diese ist von der südlichen Seite des Schiffs von außen und innen zugänglich. Das Interieur der Kirche wirkt einfach und luftig. Die Kirche der Hl. Drei Könige steht in der Mitte des früheren Friedhofs, dessen Einfriedungssteinmauer zusammen mit der Kirche unter Denkmäler eingetragen wurde.

Die gemauerte Kapelle, ursprünglich für 14 Helfer geweiht, ließ 1759 der Erbvogt Augustin Meyer bauen. Der einschiffige Bau mit einem Turm, gewölbtem Presbyterium und kleiner Sakristei steht auf der Anhöhe oberhalb der Gemeinde, die durch die Waldmitte über hundert Holztreppen zu erreichen ist. Der Zugangsweg ist mit Schieferplatten gelegt. Die Kapelle hat neue Einweihung für Hl. Johannes den Täufer bekommen. Das Bild der Jesustaufe hängt über dem Eingang in die Sakristei. Das Interessanteste an der ursprünglichen Verzierung ist der Kreuzweg, der mit volksnahen Glasmalereien mit deutschem Kommentar gestaltet ist. Die Kapelle des Hl. Johannes des Täufers ist nur in der Zeit der Johannispilgerfahrten geöffnet.

Diese kleine lutherische Holzkirche wurde 1614 gebaut. Im Rahmen der Rekatholisierung der Einwohner wurde die Kirche im J. 1655 für die Heiligste Dreifaltigkeit neu geweiht. Die neue Pfarrkirche wurde in den J. 1790-93 gebaut. Das finale Aussehen der Kirche hat einen barock-klassizistischen Charakter. Auf der Fassade sind besonders die Sonnenuhr aus 1791 auf der Südmauer u. der uralte Grabstein mit der Aufschrift u. Totenkopfmotiv u. den gekreuzten Knochen auf der Hintermauer der Kirche bemerkenswert. Der Hauptaltar verziert das Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit. Die ursprüngliche Orgel von Josef Staudinger aus Engelsberg ersetzte im 1915 das Instrument der Riegerfirma aus Jägerndorf. Zusammen mit dem barocken Pfarrhaus aus 1770 bildet sie eine malerische Einheit.

Die Kapelle der Heimsuchung der Maria steht in der Ansiedlung Ferdinandsthal. Sie wurde 1755 vom Graf Ferdinand Harrach für seine Ansiedler aus Erzgebirge gegründet. Aus den ursprünglichen 12 Häuser, der Gaststätte u. der Kapelle blieben nur noch zwei neuere Häuser, die zur Rekreation genutzt werden, u. der eigentliche Tempel, erhalten. Die Kapelle wurde erst 1839 gebaut u. mit allem nötigen einschl. der Glocke ausgestattet. Diese dient heutzutage als Totenglocke in der seitlichen Kapelle der Hl. Anna in der Bergstädter Kirche. Nachdem die Leute aus Ferdinandsthal auszogen, verfiel die Kapelle weiter, so dass ein Abriss drohte. Dank dem Interesse der ehemaligen Gebürtigen u. der Arbeit der Freiwilligen aus Römerstadt u. der Umgebung wurde die Kapelle 1992 renoviert.

Die Kirche in Braunseifen wurde 1603 auf den Fundamenten der früheren Kirche gebaut, von dieser blieb nur der Turm erhalten. Sie diente den protestantischen Gläubigen. Als die Einwohner den katholischen Glauben angenommen haben, wurde die Kirche für den Hl. Johannes den Täufer geweiht. Die derzeitige Gestallt bekam sie in den J. 1755-58. Der Kirchenturm ist 49 m hoch, auf der vorderen Seite ist er breit und nach oben enger und bildet so ein Trapez. Das Kirchengewölbe ist mit vier Fresken aus 1902 von Josef Hübsch aus Prag geschmückt. Der barocke Altar und die sechs seitliche Altären stellte der Schnitzer aus Tyrol Josef Obletter her. Das Marmortaufbecken mit Polychromskulptur des Hl. Johannes des Täufers ist aus 1897.

Die Kirche zum hl. Kreuz aus 1777 wurde an Stelle des alten Pochwerks für Flachs gebaut, welches der Gemeinde Graf Harrach schenkte. Der einzigartige Stil charakterisiert ein niedriges Dach und ein hoher schlanker Turm mit einem Haupteingang. Im geräumigen Interieur sind vor allem das halbrunde Presbyterium mit Vitragefenstern und weißem Altar bemerkenswert, denen ein pures Kreuz und einige Skulpturen dominieren. Die Kanzel mit Rokokoornamentierung ist offenbar ursprünglich. Aus dieser Zeit stammen auch das große Bild mit dem Motiv des Hl. Kreuzes und die Orgel für Kirchenchor. Interessante Ornamentierung haben auch die Frontteile zwei kurzer Bänke im Schiff und der Bänke mit Harrachov-Wappen, die direkt für die Graffamilie reserviert wurden.

Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria ist ein spätbarockes Gebäude aus 1754-55. Sie entstand an Stelle der abgerissenen gotischen Kirche vielleicht vom Ende des 14. Jhs. Der gewölbte einschiffige Bau mit halbrundem Presbyterium und sechskantigem Turm mit drei Glocken wurde mit einem Mansardendach beendet. Das Bild der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria für den Hauptaltar entstand in der Werkstatt von Josef Dickel im J. 1792. Bemerkenswert ist auch die ornamentale Freskodekoration der zwei gewölbten Streifen, die das Kirchengewölbe teilen. Die reich geschnitzten Altäre, mit weißem Anstrich geschmückt und mit der typischen Vergoldung, stellen heute die Dominanten des Kirchenmobiliars vor.

Die Kirche des hl. Antonín Paduánský steht auf dem Dorfplatz in Tvrdkov (Pürkau) und wurde 1776 fertig gebaut. Während des 1. Weltkrieges wurden aus der Pürkauer Kirche die ursprünglichen Glocken zusammen mit den Zinnkerzenleuchten und Kupferpauken aus dem Jahre 1601 abtransportiert. Für die Kriegszwecke wurden ebenfalls die metallischen Orgelpfeifen entnommen, diese wurden jedoch nicht mehr abgesendet und konnten nach einigen Jahren wieder in die Orgel installiert werden. Es ist ein einziger Fall in diesem Land, dass für Kriegszwecke auch Musikinstrumente eingenommen wurden. Die anderen Glocken, die 1924 aufgehängt und geweiht wurden, wurden während des 2. Weltkrieges abtransportiert.

Bis zu dem Jahr 1758 standen im Eisenberg nur ein Glockenhäuschen mit einer Glocke aus 1583 und ein Friedhof. Der Hauptanlass für den Bau der Kirche war das Ereignis aus dem J. 1755. Der königliche Richter fuhr mit dem Ratsherr aus Mährisch Neustadt zur Eisenbergmühle. Die Pferde wurden auf einmal schusslig und der Wagen stürzte in den Abgrund. Beide Insassen kamen jedoch ohne Schaden davon. Als Danksagung für das Retten ihres Lebens ließen beide Beamten im Eisenberg kleine Kirche bauen. Der Bau wurde 1758 beendet und der Maria Schnee geweiht. An das vorherige Ereignis erinnert ein Bild im Kirchenvorraum. Zu bemerkenswerten Teilen der Kirchenausstattung gehört die Kirchenorgel aus 1762.

Von der barocken Wallfahrtkirche Maria Schnee führt auf den Kreuzberg oberhalb der Gemeinde ein Kreuzweg, umgeben von Skulpturen aus Moleteiner Sandstein aus 1760. Die Skulpturen stellen 14 Passionsszenen des Kreuzweges dar. Die zwölfte Aufhaltung ist die sog. Kleine Kalvarie – der Gekreuzte zwischen Maria und Jan Evangelista, ergänzt um die Figur der Maria Magdalena. Einzigartig ist die 14. Aufhaltung mit der Szene der Einlegung ins Grab. Jede Aufhaltung schenkte eine andere Familie, was auf der Rückseite angeführt ist. Der Kreuzweg wurde 1963 für ein nationales Kulturdenkmal erklärt. Den ersten Augustsonntag findet hier eine feierliche Pilgerung statt.

Die römisch-katholische Pfarrkirche aus dem 13. Jh. ist dem Hl. Michael geweiht. Seit dem 16. Jh. wurde sie von den Lutheranen genutzt. Anfangs des 17. Jhs. brannte die Kirche aus und wurde im Renaissancestil erneuert. Das Glockenhaus wurde abgestürzt, der ursprüngliche gotische Turm mit einer Holzgalerie und Turmspitzen mit vier Türmchen in den Ecken versehnt. 1625 wurde das Gotteshaus von der katholischen Kirche übernommen. 1688 wurde auf der linken Seite des Kirchenschiffes eine einfache barocke Rosenkranzkapelle gebaut. Die Ölmalerei am Altar mit Figuren der Maria, des Hl. Dominik und der Hl. Katharina von Siena ist das Werk des gebürtigen Janowitzers Jan Kryštof Handke und stammt ungefähr aus 1725.

Kapelle, welche die Perle des nordmährischen Barocks genannt wird, entstand an der Stelle eines älteren kirchlichen Bauwerks in Jahren 1710-1715 in der Nachbarschaft einer alten Einsiedelei. Der Autor des ungewöhnlichen runden Bauwerkes war ein begabter Baumeister aus Rymarov Friedrich Hösler. Über dem Haupteingang wurde nach dem Jahre 1721 das Allianzzeichen des Grafes Alois Harrach und seiner zweiten Ehefrau Marie Arnostka von Gallas untergebracht, die zum Aufbau des Heiligtums große Finanzmittel zur Verfügung stellte. Hoch darüber ist in der Nische die Statuengruppe der Jungfrau Marie und ihrer Mutter der heiligen Anna untergebracht. Ein prächtiges Interieur fängt mit seiner kühnen gewölbten Decke an vier massiven Säulen mit dem künstlichen Marmor. In dem Raum sind vor allem Fresken interessant, deren Autor der Ölmützer Maler Ferdinand Naboth (ca. 1664-11714) mit seinem begabten Handwerkgeselle Jan Krystof Handke (1694-1774) aus dem nahen Janovice war, der nach dem vorzeitigen Tod des Baumeisters die Ausschmückung der Kapelle im Jahre 1715 beendete und zu seinem Nachfolger in Ölmütz wurde. Die Freskenausschmückung mit Textstreifen stellt die Illustration der lateinischen Version des bekannten Gebets zur Jungfrau Marie Ave Maria Königin dar und wird mit ovalen Medaillons der Heiligen ergänzt, die gegen die Pest und gegen Naturkatastrophen schützen sollen. Direkt über dem Eingang befindet sich eine umfangreiche Freske, die sich mit ihrem Stil den anderen entzieht und die einzige selbständige Deckenarbeit von Handke ist. Handke ist jedoch auch Autor eines ausgezeichneten monumentalen Bildes des Hauptaltars, den die Plastiken der Landesheiligen ergänzen. Völlig ungewöhnlich ist auch die ovale Tribune, die den ganzen Kapellenraum herumläuft und durch zwei enge Eingänge zugänglich ist. Die Längsfresken, welche die Kapelle umzäunen, sind spätere Arbeiten eines anonymen Autors und erreichen nicht die Qualität der älteren Autoren. Die Kapelle ist weiter mit fünf seitlichen Altären ausgestattet, teilweise im Barockstil, und mit einer hochwertigen Kanzel. Die Orgel wurde im Jahre 1718 installiert. Die Kapelle rettete vor dem Schicksal anderer kirchlichen Bauwerke in Rymarovsko vor allem der Pfarrer von Rymarov ThDr. Frantisek Vanak, später der Ölmützer Erzbischof und mährischer Metropolit, aber auch die Ehrung des ausgezeichneten Werks unter den Rymarovern. Die ausgezeichnet restaurierte Kapelle, die nie ernsthaft beschädigt wurde, ist der einzigartige Beweis des ursprünglichen Barockbauwerks inklusive der Ausstattung. Nur die Haube des Glockenturms wurde nach dem Brand des Dachs im Jahre 1883 geändert. Die Kapelle war in der Vergangenheit in Kriegs-, Pest- und Naturkatastrophenzeiten immer ein Ziel der Betgänge aus dem ganzen Kreis. Auf der Freifläche der Kapelle würden wir gemeinsame Gräber der Pestopfer von umliegenden Dörfern finden. Die Beachtung sollte man auch der gediehenen Spätbarockstatue der Jungfrau Marie Siegreichen (1774) und der Volksgruppenstatue Kreuzigung (1812) im Bereich von der Kapelle widmen. Man darf auch die Pfarrkirche des heiligen Erzengels Michael und weitere Kirchen in Velka Stahel, Bridlicna, Albrechtice, Ryzoviste in Stranske, Sovinec und in anderen Gemeinden nicht vergessen.

Eine altertümliche Dominante des einst mittelalterlichen Ringplatzes und der ganzen Stadt schließt alle Stile ein, welche die Stadt während seiner langen Existenz dank der häufigen Brände erlebte. Den unteren Balkenteil des s.g. Stadtturmes, der seinen ursprünglichen Schutzcharakter des letzten Zufluchtsortes beibehielt und typische Schlitzschießschaften kann man spätestens in die Zeiten um die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts setzen. Die weiteren ältesten Teile waren Brotbänke, ein kleiner Anbau am Turmfuß, der unsinnig kurz nach dem Jahre 1945 abgebrochen wurde. Der Beweis seiner Renaissanceexistenz sind die Darstellungen auf Karten von Pavel Fabricio aus den Jahren 1596 und 1575 und der oktogonale Aufbau des Turms ursprünglich mit einer einfachen pyramidalen Haube. Den frühen Barockumbau nach dem Brand im Jahre 1668 kennen wir von der Vedute der Stadt aus dem Jahre 1693. Das Rathausdach gestalteten zwei Giebel und der Turm prangte sich über dem Umgang mit einer, für den Turmmann wunderschönen, doppelt zwiebelförmigen Barockkuppel. Die Zeit zeigte der Stadt das erste Mal die Turmschlaguhr mit einem einzigen Zeiger an. In das erste Stockwerk trat man auf einem äußeren Holztreppenhaus ein. Während das Erdgeschoss weiterhin als Metzgereien und als Raum, wo ihre Ware die vorbeifahrenden Geschäftsleute abluden, diente, im Stockwerk war ein großer Saal für Verhandlungen des Stadtrates, ein Raum für den Stadtschreiber und eine Kammer zum Ablegen des Archivs und der Waffen der Stadtbereitschaft. Zusammen mit dem Boten arbeiteten am Rathaus nur zwei Angestellte höchstens noch mit zwei Schergen. Die Ratsmitglieder und der Bürgermeister übten ihre Funktion kostenlos aus. Es sieht so aus, dass im Rathauskeller Verhöre der Verdächtigten stattfanden und man nutzte das peinliche Recht. Am 3. April 1790 überlebte das Rathaus einen schrecklichen Brand, dem neben den Kellern und einigen steinernen Erdgeschossen die ganze Stadt auch mit ihren zwei Vorstädten unterlag. Mit Hilfe einer Reihe von mährischen Städten und der Harrachs bauten Bewohner das ganze Rymarov auch mit seinem Verwaltungszentrum fast von de Grundlage wieder auf, aber schon mit dem anmutigen Ansehen im klassizistischen Stil und im Empirestil. Der Turm verlor den Umgang und bedeckte ihn eine vereinfachte klassizistische Haube mit Luzernen und Glocken. Das heutige Rathaus behielt also im Grunde die Form, die ihm das Jahr 1808 gab, in dem es inklusive des interessanten historischen Interieurs erneut wurde. Trotzdem kann ein aufmerksamer Beobachter relativ einfach eine Reihe von älteren Merkmalen finden. Über dem Eingang befindet sich das steinerne Zeichen der Stadt aus dem Jahre 1844. Die letzten und sehr gefühlsvollen Restaurierungsarbeiten in Jahren 1991-4 erweiterten die Rathausfläche noch um einen gut genutzten Dachboden. Auf dem Stadtplatz findet man eine wertvolle Mariensäule aus dem Jahre 1683 mit dem Ditrrichsteins- und Hoffmanswappen mit einem unhohen Schaft mit einem Hohlraum und mit interessanten Gittern, einem Symbol der Lorette, gekrönt mit einer sehr wertvollen Plastik der betenden Jungfrau Marie Jungfräulichen von dem Ölmützer Bildhauer Frantisek Leblos. Tiefer unterbrachte ein weiterer Ölmützer Meister Severin Tischler im Jahre 1733 die Statue des Barockheiligen Jan Nepomucky. Der steinerne Pranger aus dem Jahre 1680 ist heute in dem Eingangsteil des Stadtmuseums im unteren Teil des Stadtplatzes untergebracht.

Die denkmalgeschützte Schindlers Scheune wurde 1937 durch den hiesigen Zimmermann für Rudolf Schindlers Familie gebaut. Sie ist durch die selbst tragende bahnbrechende Dachkonstruktion einzigartig, dank dieser stand den Bauern das gewöhnliche Gebälk bei der Arbeit am Speicher nicht im Wege. In der Scheune befindet sich eine dauerhafte Museumsexposition, die sich an die Entwicklung der landwirtschaftlichen Technik, das vergangene Schulsystem und die archäologischen Funde in der Region der Klein Mohrau richtet. Die Scheune gehört zu der Dorfdenkmalzone Klein Mohrau, in welche einige Zehn Bauernhäuser im sudetendeutschen Stil (typisch für Gesenke) und weitere Bauten aus 18. u. 19. Jh. gehören. Diese bezeugen den Charakter der hiesigen Besiedlung.

Die Galerie erstreckt sich über eine Fläche von vier Hektar. Sie können hier sehr viele geschnitzte Tierplastiken oder eine lebensgroße Weihnachtskrippe sehen, die shon 154 Statuen umfasst und 20 Tonnen wiegt. Auch ein Elefant und ein Kamel in Lebensgröße fehlen nicht. Die Dominante der ganzen Galerie ist eine Statue des Herrschers des Altvatergebirges, des Altvaters, der tschechisch Praděd heißt. Die Statue ist 10,4 m hoch und wiegt rund 15 Tönnen. Die ganze Galerie ist nach ihr benannt.

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